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Preisverleihungen und Ehrung auf den ZVO-Oberflächentagen

Im Rahmen der festlichen Eröffnung der ZVO-Oberflächentage am 11. September im Saal des Kongress-Hotels Estrel nahm Rayko Ehnert den DGO-Nachwuchsförderpreis entgegen. Mit dem Heinz-Leuze-Preis wurden Christiane Knoblauch und Klaus Schmid ausgezeichnet. Univ.-Professor Dr.-Ing. habil. Thomas Lampke erhielt in Anerkennung seiner besonderen Dienste für die DGO im Rahmen der DGO-Mitgliederversammlung die DGO-Plakette.

Preisträger Rayko Ehnert (r.) Prof. Wolfgang Paatsch Leiter des Kommitees zur Vergabe des DGO-Nachwuchsförderpreises

Den DGO-Nachwuchsförderpreis erhielt Rayko Ehnert (r.) von Prof. Wolfgang Paatsch.

DGO-Nachwuchsförderpreis für Rayko Ehnert

Auch in diesem Jahr verlieh die DGO im Rahmen der ZVO-Oberflächentage den Nachwuchsförderpreis für eine wissenschaftliche Arbeit an einen Jungen Kollegen. Den Preis, verbunden mit einem Geldbetrag von 1.000 Euro, einer einjährigen kostenlosen DGO-Mitgliedschaft sowie eine Einladung zu den ZVO-Oberflächentagen erhielt Rayko Ehnert (Hochschule Mittweida, Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften) für seine Promotionsarbeit „Synthese eines neuen Gold(I)-Methansulfonsäure-Komplexes und Entwicklung eines neuen Au-Bades für den ENIG-Prozess. Sie beschäftigt sich mit der Substitution von Cyanid für Goldbeschichtungsprozesse im Bereich der Galvanotechnik, die bisher auch im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit ein nur unbefriedigend gelöstes Problem darstellt.

Vorteile durch Substitution von Cyanid in Goldbeschichtungsprozessen

In seiner Würdigung betont Professor Wolfgang Paatsch, Vorsitzender des Preiskuratoriums und Leiter des Fachausschusses Forschung, dass es Ehnert gelungen ist, „einen langzeitig stabilen Dithioharnstoff-Gold(I)-Methan-sulfonat-Komplex herzustellen, der als Basiskomplex für einen cyanid-, sulfid- und halogenfreien Chemisch-Gold-Nickel-Prozess eingesetzt werden kann. Der entwickelte Prozess beinhaltet deutliche Vorteile in der Arbeits- und Umweltsicherheit und bietet ein großes Anwendungspotential.“

Heinz-Leuze-Preis für Christiane Knoblauch und Klaus Schmid 

Den Heinz-Leuze-Preis für das Jahr 2018 erhielten Christiane Knoblauch und Klaus Schmid vom Fraunhofer IPA Institut für Produktionstechnik und Automatisierung in Stuttgart für ihren gemeinsamen Beitrag „Elektrolytische Gallium-Abscheidung als Recyclingtechnologie”, der in der Zeitschrift Galvanotechnik 109 (2018), Heft 2, S. 238–245 erschienen ist.

Das Element Gallium ist wichtiger Bestandteil in vielen elektronischen Produkten. Da der Gallium-Anteil der Erdkruste mit ca. 10 ppm sehr niedrig ist, sind zuverlässige und nachhaltige Recyclingtechnologien überaus wünschenswert für dieses seltene Element.

Preisträger zeigen hohes Potenzial elektrochemischer Recyclingtechnologie

„In ihrem Fachaufsatz diskutieren Christiane Knoblauch und Klaus Schmid auf wissenschaftlich hohem Niveau und didaktisch sehr gut aufbereitet die Grundlagen der galvanischen Gallium-Abscheidung aus wässrigen Elektrolyten bei Raumtemperatur,“ heißt es in der von Frau Sylvia Leuze-Reichert vom Heinz-Leuze-Verlag und dem Vorsitzenden des Preiskuratoriums Professor Andreas Bund überreichten Urkunde. Darüber hinaus erhielten die Preisträger eine silberne Plakette und ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro, beides gestiftet vom Heinz-Leuze-Verlag. Dieser Fachbeitrag zeige eindrucksvoll das hohe Potenzial einer elektrochemischen Recyclingtechnologie für das technisch wichtige und zugleich seltene Element Gallium.

DGO-Plakette für Prof. Dr. Thomas Lampke

In Anerkennung seiner besonderen Dienste um die DGO überreichte der Vorsitzenden der DGO Rainer Venz in der DGO-Mitgliederversammlung am 12. September die DGO-Plakette an Univ.-Professor Dr.-Ing. habil. Thomas Lampke.

Prof. Lampke leitet seit seiner Habilitation im Jahr 2008 die Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik der Technischen Universität Chemnitz, die sich neben der Werkstoffentwicklung und dem Thermischen Beschichten hauptsächlich mit chemischer und galvanischer Oberflächentechnik beschäftigt. Seit 2016 ist er dort zudem Dekan der Fakultät Maschinenbau.

Seit 2007 ist Prof. Lampke bei der DGO aktiv in den DGO-Fachausschüssen Forschung sowie im Gemeinschaftsausschuss „Kombinierte Oberflächentechnik“. Von 2012 bis Ende 2017 war er Mitglied im DGO-Vorstand und dort zuletzt stellvertretender Vorsitzender. Gewürdigt wurde er auch für sein großes Anliegen, „schon den wissenschaftlichen Nachwuchs an den Universitäten und Fachhochschulen in die DGO einzubinden.“