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TU Ilmenau: Blockvorlesung „Angewandte Galvanotechnik“ mit namhaften Referenten aus der Industrie

Im Rahmen des Masterstudiengangs Elektrochemie und Galvanotechnik an der Technischen Universität Ilmenau fand vom 15. bis 19.07.2019 wieder eine Blockveranstaltung zur angewandten Galvanotechnik statt, die auch für DGO-Mitgliedern offen war.

Namhafte Vertreter aus der Industrie hielten Vorträge zu folgenden Themenbereichen: Substrat, Schichtbildung, Qualitätsprüfung, Recht & Zukunft:

Rainer Venz (Coventya International GmbH) ging in seiner Vorlesung im Schwerpunkt Planung / Projektierung auf die Funktionalisierung von Oberflächen und die Besonderheiten bei der galvanotechnisch geeigneten Konstruktion von Bauteilen ein. Im nächsten Schwerpunkt Substrat behandelte er die Substratauswahl. An diesen Themenschwerpunkt knüpfte Andreas Blumenberg (SurTec Deutschland GmbH) direkt mit dem Einfluss der Substratbeschaffenheit und Vorbehandlung an.

Im Punkt Schichtbildung wurden den Hörern die Prozesse für galvanische und chemische Beschichtungen durch Dr. Werner Richtering (Atotech Deutschland GmbH), Techniken wie Gestell, Band, Trommel durch Dr. Martin Metzner (Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA), die Kunststoffgalvanik durch Andreas Baumbach (SAXONIA Galvanik GmbH) und Versiegelungen und Topcoats durch Dr. Michael Krumm (COVENTYA GmbH) anschaulich vermittelt.

Die Qualitätsprüfung mit Prozessüberwachung, Dokumentenprüfung, Bauteil-Ein- bzw. -Ausgang, Erstbemusterung und Prozessentwicklung wurden dem Auditorium von Axel Baus (DEKRA Certification GmbH) nähergebracht. Dr. Cay-Uwe Pinnow (HELMUT FISCHER GMBH) ging im Rahmen der Qualitätsprüfung auf die Schichtdickenmessung/Schichtzusammensetzung über die Röntgenfluoreszenz näher ein.

Der Abschluss der Veranstaltung erfolgte durch Dr. Uwe König (eiffo eG) mit Regularien wie REACH und BREF und den sich daraus ergebenden Zukunftsperspektiven für die Galvanobranche.

Im Rahmen des Moduls absolvieren die Studierenden auch mehrere Praktika im Labor. Darunter sind zum Beispiel:

  • Potenzialmessungen an Mehrfach-Nickelschichten mit unterschiedlichen Elektrolyten
  • Bauteilbeschichtung mit Trommel und Gestell und anschließender Korrosions­prüfung
  • Bestimmung der inneren Spannungen während der Abscheidung von Nickelschichten
  • Anodische Oxidation und Einfärbung verschiedener Aluminiumlegierungen
  • numerische Simulationen von Schichtdickenverteilungen

Das Feedback der Studierenden und Gäste war durchweg sehr positiv. Insbesondere der exzellente Praxisbezug durch viele anschauliche Beispiele aus der Tätigkeit der Referenten wurde als sehr hilfreich bewertet. Die nächste Blockvorlesung findet im kommenden Jahr im März oder im Juli statt.