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Werkstofftechnisches Kolloquium (WTK) in Chemnitz

Das WTK am 6. und 7. März zeigte an der TU Chemnitz Strategien zu Innovationen in der Werkstoff-, Oberflächen- und Fügetechnik.

Blick in den voll besetzten Hörsaal anlässlich des Vortrags des Präsidenten der Fraunhofer Gesellschaft Prof. Reimund Neugebauer. Vorn im Bild: Prof. G. Wagner, Prof. T. Lampke, Prof. R. Neugebauer, Prof. U. Götze und Prof. M. Wagner (v. l.). Quelle: Jörg Riethausen.

Voll besetzter Hörsaal beim 21. WTK an der TU Chemnitz

Das Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik (IWW), vertreten durch die Professoren Thomas Lampke, Guntram Wagner und Martin F.-X. Wagner, lud am 6. und 7. März 2019 in das Zentrale Hörsaalgebäude der TU Chemnitz zum jährlichen Werkstofftechnischen Kolloquium (WTK) ein. Etwa 180 Teilnehmer aus Wissenschaft und Industrie tauschten aktuelle Forschungsergebnisse der Werkstoff-, Oberflächen- und Fügetechnik aus und standen im regen Diskurs über grundlagen- und anwendungsorientierte Themen.

Zu Beginn der Veranstaltung sprachen der Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der TU Chemnitz Prof. Jörn Ihlemann, der Hauptgeschäftsführer der DVS Dr. Roland Boecking und die DGO-Bezirksgruppenleiterin für Sachsen, Marion Regal, ihre Grußworte aus. Prof. Karl Ulrich Kainer eröffnete die dreizügig stattfindenden Sessions mit seinem Beitrag zu innovativen Magnesiumlegierungen und der Erschließung neuer Anwendungsfelder. Zur Einleitung der Galvanik-Session sprach Christoph Baumer (Collini AG, Schweiz) in seinem Plenarvortrag zur „Bilanzierung galvanischer Prozesse“.

High-Tech-Strategie für Erfolg durch Innovation

Einen Höhepunkt des ersten Veranstaltungstages bildete der Festvortrag von Professor Dr.-Ing. habil. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft und Mitglied im Steuerkreis des Innovationsdialogs zwischen Bundesregierung, Wirtschaft und Wissenschaft. In seinem Vortrag „High-Tech-Strategie für Erfolg durch Innovation“ zeigte er den Konferenzteilnehmern sowie Vertretern der Universitätsleitung, der Fakultäten und der interessierten Hochschulöffentlichkeit der TU Chemnitz Forschungs- und Entwicklungsfelder auf, um die drängenden gesellschaftlichen und technischen Herausforderungen in einer globalisierten Welt zu meistern.

Awards für „Best Paper“ und „Best Poster“

Den Auftakt der Abendveranstaltung in der Bar „Ausgleich“ der Universitätsmensa bildete das Chemnitzer Sportensemble, dessen junge Akrobatinnen eine mitreißende Show boten. Der Abend wurde gekrönt mit der Verleihung der dotierten Awards für das „Best Paper“ und das „Best Poster“. Die ersten Plätze belegten dabei Dr.-Ing. Marcel Graf von der TU Chemnitz (Best Paper) sowie Prof. Jolanta Janczak-Rusch von der EMPA aus der Schweiz (Best Poster).

Abschlussvortrag: „Fly me to the moon – und dann?“

Dr. Andreas Dietz, Geschäftsfeldleiter Luft- und Raumfahrt des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST, animierte am zweiten Veranstaltungstag mit seinem Abschlussvortrag „Fly me to the moon – und dann?“ die Zuhörer zum Weiterdenken und sprach über die Rolle der Galvanotechnik in extraterrestrischen Produktionsverfahren, um einen dauerhaften Aufenthalt des Menschen auf dem Mond zu ermöglichen. Seine Ausführungen wurden mit großem Interesse aufgenommen und gaben einen Ausblick auf die Ziele der Raumfahrt in den nächsten Jahrzehnten.

Eine besondere Bereicherung war erneut die traditionell zum WTK gehörende Industrieausstellung, bei der sich in diesem Jahr die namhaften Firmen Anton Paar, ATM, Cloeren, DataPhysics Instruments, InfraTec, Kulzer, Lunovu, Olympus und Polytec den interessierten Tagungsteilnehmern präsentierten und ihre Produkte und Kompetenzen vorstellten. Ebenfalls vertreten waren Studierende des T.U.C. Racing-Teams mit ihrem erfolgreichen Rennboliden, einem echten „Hingucker“.

Mit Blick auf die Schonung der Umwelt und der Ressourcen, wurde der Tagungsband erstmalig in digitaler Form an die Teilnehmer übergeben. Für alle Interessierten sind die englischsprachigen Beiträge der auf den vielfältigen Themengebieten Forschenden bei IOP Conference Series: Materials Science and Engineering unter https://iopscience.iop.org/issue/1757-899X/480/1 zugänglich.