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Samstag 03. Juni 2017

DGO: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligt Verbundprojekt InnoEMatplus

Kategorie: DGO, ZVO
Die DGO initiiert die Vernetzung und den Technologietransfer in der angewandten Forschung zur Elektrochemie.

Die Verbundpartner des Projektes InnoEMatplus.

Das BMBF hat mit Start zum 1. Mai 2017 die wissenschaftliche Begleitmaßnahme InnoEMatplus bewilligt. Projektpartner sind DGO, DECHEMA und DGM, wobei der DGO die zentrale Rolle als Konsortialführer zukommt. Ziel ist die Koordination von knapp 20 Verbundprojekten der ebenfalls vom BMBF geförderten Maßnahme „Innovative Elektrochemie mit neuen Materialien – InnoEMat“. Die DGO wird zusammen mit ihren Partnern eine intensive Vernetzung aller InnoEMat-Verbundprojekte forcieren, deren Forschungsergebnisse bündeln, neue wissenschaftliche Fragestellungen identifizieren und intensive Öffentlichkeitsarbeit betreiben.

Die Elektrochemie tangiert durch den vielfältigen Einsatz zugehöriger Technologien und Verfahren die Kernbranchen der deutschen Wirtschaft, da elektrochemische Prozesse unter anderem im Automobilbau, in der Chemischen Industrie, in der Medizin- sowie in der Luft- und Raumfahrttechnik zur Anwendung kommen. Diese Prozesse liegen meist in der Hand von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) und verteilen sich primär in die Bereiche Elektrosynthese, Galvanotechnik, Analytik und Sensorik. Für eine nachhaltige Verankerung und Weiterentwicklung elektrochemischer Methoden in der deutschen Industrielandschaft spielt der systematische Aufbau und die Anwendung von neuem Wissen indes eine entscheidende Rolle, wobei die FuE-Kapazitäten durch die ausgeprägte KMU-Struktur oftmals begrenzt sind.

Förderinitiative „Innovative Elektrochemie mit neuen Materialien – InnoEMat“ als Teil der Hightech-Strategie

Mit der Förderinitiative „Innovative Elektrochemie mit neuen Materialien – InnoEMat“ zielt die Bundesregierung im Zuge ihrer Hightech-Strategie (HTS) auf die Förderung der Elektrochemie als eine der Schlüsseltechnologien, um nachhaltige Lösungsbeiträge zu globalen Herausforderungen zu leisten und Innovationen für zukünftige Märkte zu generieren. Die kontinuierliche Erweiterung des elektrochemischen Know-hows wirkt in der Folge stärkend für die deutsche Industrie im internationalen Vergleich und fördert den wichtigsten deutschen Wachstumsmotor nachhaltig, die KMU. Es werden nur Verbundprojekte gefördert, die dieser übergeordneten Bedeutung entsprechen und sich durch ausgeprägte Innovationshöhe und Anwendungsbreite auszeichnen.

InnoEMatplus: Koordination und Vernetzung

Zu den Kernaufgaben der auf eine Laufzeit von vier Jahren angelegten Begleitmaßnahme InnoEMatplus gehört unter anderem die Organisation von Veranstaltungen für einen umfassenden fachlichen Austausch zwischen den Projekten. Neben einer Kick-Off-Veranstaltung sind mehrere Statuskonferenzen vorgesehen, zu denen auch externe Fachleute einbezogen werden, um maximale fachliche Synergien zu entwickeln. Eine weitere Kernaufgabe von InnoEMatplus besteht in der Aufbereitung und Bündelung der Forschungsergebnisse, um diese insbesondere mittelständischen, Klein- und Kleinstunternehmen zugänglich zu machen.

Das Verbundprojekt InnoEMatplus unterstützt zudem die Vorhaben mit hoher KMU-Beteiligung aktiv bezüglich des Technologietransfers für eine nachhaltige Umsetzung der Ergebnisse in der industriellen Praxis.

Verankerung in der deutschen Forschungs- und Innovationslandschaft

Von besonderem Interesse für InnoEMatplus sind die Schnittstellen der Forschungsverbünde, da durch den intensiven fachlichen Austausch neue wissenschaftliche Fragestellungen identifiziert sowie darauf aufbauend neue Forschungsthemen initiiert werden können. Der kontinuierliche Abgleich mit nationalen und internationalen wissenschaftlichen Aktivitäten außerhalb von InnoEMat ermöglicht es zudem, zielgerichtet Empfehlungen für die zukünftige Ausrichtung von Forschungsthemen und des Ergebnis- und Technologietransfers auszusprechen. Mittel- und langfristig werden diese Maßnahmen zu einer dauerhaften Verankerung und Stärkung der Elektrochemie in der deutschen Forschungs- und Innovationslandschaft führen.

Kontakt:
DGO Deutsche Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik
Dr. Daniel Meyer
E-Mail: d.meyer@dgo-online.de
Tel. 02103 – 25 56 35