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BMBF-Förderinitiative InnoEMat

Elektrochemisches Verfahren zur schnellen und dezentralen Detektion von multiresistenten Keimen erforscht

CYCLE®- Diagnostics-System; Quelle: FRIZ Biochem GmbH

CYCLE®- Diagnostics-System; Quelle: FRIZ Biochem GmbH

In der medizinischen Diagnostik bilden DNA-Untersuchungen die derzeit sensitivste Methode zur Erfassung von gängigen Krankheitsbildern. Sie erfordern jedoch stets eine hochmoderne Laborinfrastruktur und geschultes Laborpersonal, sind zudem zeitaufwändig und hinsichtlich der DNA-Sequenzparameter limitiert.

 

Im Verbundprojekt „eDx“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, wurde nun eine DNA-Untersuchungsmethode als vollautomatische Analyse-Technologie etabliert, die „im Feld“, also ohne Laborinfrastruktur und ohne geschultes Personal ausgeführt werden kann. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, die Anzahl und Güte der erfassten DNA-Muster so zu verbessern, dass in der ca. 45-minütigen vollautomatischen Analyse nicht nur die (bakterielle) Krankheitsursache, sondern auch alle relevanten Resistenzen erfasst werden, um sofort eine zielgerichtete und effiziente Therapie einzuleiten.

 

Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um beispieslweise die gegenwärtig problematische Krankenhaushygiene zu verbessern und die damit assoziierten Gesundheitskosten zu reduzieren. Mindestens genauso wichtig ist jedoch der Aspekt, dass damit eine hochmoderne Analysemethode kostengünstig, einfach und ohne weitere Voraussetzungen auch in der Dritten Welt, zum Beispiel für die Tuberkulose-Analytik, einsetzbar ist.

Das Verbundprojekt „eDx“ war das erste von insgesamt 17 bewilligten Verbundprojekten und endete offiziell im Januar 2018. Federführend war die FRIZ Biochem Gesellschaft für Bioanalytik mbH mit Sitz in Neuried bei München.

Die Förderinitiative „InnoEMat – Innovative Elektrochemie mit neuen Materialien“ selbst ist Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung und an die deutschen Kernbranchen Automobilindustrie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrttechnik sowie die chemische Industrie gerichtet. Mit Impulsen für neue Materialien, neue Verfahren und die Produktinnovationen von Morgen zielt das Förderprogramm auf die nachhaltige Unterstützung mittelständischer Unternehmen in Deutschland. Für eine bestmögliche Unterstützung aller InnoEMat-Verbundprojekte wird die Förderinitiative zudem durch das wissenschaftliche Begleitprojekt InnoEMatplus unter der Konsortialführerschaft der DGO in Zusammenarbeit mit DECHEMA und DGM verstärkt.

Weiterführende Informationen zur Förderinitiative InnoEMat, zu den Projektinhalten und den Ansprechpartnern finden Sie auf der Website www.innoemat.de.