BG-Treffen im Oktober: Klang erleben

Zwischen verlängerter Sommerpause und Teil-Lockdown im November konnte die Bezirksgruppe Nürnberg im Oktober bei der Firma Mazurczak Thermoprozesse ihr Treffen stattfinden lassen. 21 Teilnehmer erlebten eine in vielerlei Hinsicht besondere Veranstaltung. Manfred Hoos berichtet:

Trommeln und Klangschalen

Das Treffen der BG-Nürnberg stand unter dem Motto „Klang erleben!“

Nach einer langen Phase ohne regelmäßige Vortragsveranstaltungen hat unsere BG Nürnberg ihre Vortragsreihe am 6. Oktober 2020 wieder aufgenommen. Der letzte Vortrag vor dem Lockdown im März 2020, hatte am 11. Februar 2020 stattgefunden. Aufgrund der Vorgaben und Empfehlungen der Behörden und unseres Gastgebers (die Technikerschule in Nürnberg) war es nicht möglich, uns am gewohnten Vortragsort einzufinden. Dankenswerterweise wurden uns von der Firma Mazurczak Thermoprozesse passende Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, so dass wir uns dieses Mal nach Schwabach begeben haben. Ein besonderer Dank gilt hier dem Geschäftsführer Frank Pfeuffer für die Erlaubnis die Räume nutzen zu dürfen, sowie für die Einladung zu Speis und Trank und vor allem der guten Seele Liane Böhm, die im Hintergrund alles perfekt organisiert und vorbereitet hat. Alle waren froh, dass wir uns wieder in dieser Runde einfinden konnten. Immerhin sind 21 Personen unserer Einladung gefolgt.

Bestückt mit Masken trafen die Teilnehmenden bei der Firma Mazurczak ein, um dem Vortrag „Klang erleben!“ von Jürgen Huck zu folgen. An diesem Abend gab es allerdings keinen klassischen „Frontalunterricht“ mit Power-Point-Präsentation, da unser „Dozent“ uns auf eine Reise in die Welt der Töne und Schwingungen mitgenommen hat. Bereits beim Betreten des Vortragsraumes war jedem klar, dass dies heute etwas anders laufen wird, als sonst.

Mitten im Raum waren Trommel, Gongs, Regenmacher und einige Klangschalen aufgebaut und zwischen all diesen Instrumenten lag ein Didgeridoo. Dies ist ein kleiner Teil der „Arbeitsmittel“, die Jürgen Huck aus seinem Studio mitgebracht hatte, um uns ein Klangerlebnis zu präsentieren. Mit seinen Instrumenten versetze der ausgebildete Klangschalentherapeut den Raum mit allen Teilnehmern in Schwingung. Nicht nur das Gehör wurden hier angeregt, da man die Schwingungen auch fühlen konnte. Mit meist geschlossenen Augen, um die Sinne Hören und Fühlen zu schärfen, haben die Teilnehmenden sich in die Klangwelt begeben.

Aber kaum war man in die Welt der Töne und des Schalls eingetaucht, war es gefühlt auch schon wieder vorbei. Während des etwa 45-minütgen Vortrags wurden wir von einem Geräusch zum nächsten geführt, so dass man das Zeitgefühl komplett verlieren konnte. Angefangen von einfachen Rhythmen über simuliertes Meeresrauschen und simulierten Regen, bis hin zur Kombination unterschiedlicher Töne als Akkord konnte man bei diesem Klangerlebnis „die Seele baumeln lassen“ und Energie tanken. Genau dies war auch das Ziel des außergewöhnlichen „Vortrags“, oder besser gesagt dieser „Therapiestunde“. Mit Hilfe von Rhythmen, einzelnen Tönen oder deren Kombination können Stress abgebaut und „innere Spannungen“ gelöst werden. Wenn sich dann einzelne Blockaden bei jeder der anwesenden Personen gelöst haben (bei jeder/jedem etwas anders), konnte die Energie den Körper durchströmen. Man kann daran glauben oder nicht, aber alle Anwesenden haben sich auf diese Reise eingelassen und konnten Veränderungen bei sich bemerken.

Auch wenn es kein Vortragsabend im klassischen Sinn mit „Frontalunterricht“ und Power-Point-Präsentation war, hat es den Anwesenden gutgetan, dabei gewesen zu sein. Nach der Reise durch die Klangwelt stand uns der Dozent Huck für Detailfragen zu den Klangschalen zur Verfügung und jede/r konnte einmal ausprobieren, wie es sich anfühlt, in einer größeren Klangschale zu stehen, eine kleinere in die Hand zu nehmen oder sich diese auf den Bauch zu legen, während sie in Schwingung versetzt wird.

Im Anschluss an die Präsentation nutzten die Teilnehmer natürlich auch die Möglichkeit, in kleineren Grüppchen mit gebührendem Abstand über die vergangenen Monate zu sprechen und sich über den Umgang mit der aktuellen Situation auszutauschen. Nach einem kleinen Imbiss haben wir uns alle auf dem Heimweg gemacht. Es war schön nach langer Zeit wieder mit einigen Personen, die man sonst mehrmals pro Jahr in ungezwungener Runde sieht, sprechen zu können. Allein dafür hat sich der Aufwand gelohnt. Wir hoffen, dass es in Zukunft so weitergehen kann und wir wieder eine gewisse Routine bei unseren Veranstaltungen zurückgewinnen können.