DGO-Nasser-Kanani-Preis erstmals in Neu-Ulm verliehen

Im Rahmen des diesjährigen 43. Ulmer Gesprächs wurde erstmals der DGO-Kanani-Preis an einen jungen Wissenschaftler verliehen. Den Preis erhielt Dr. Martin Leimbach von der TU Ilmenau für seine Arbeiten auf dem Gebiet zur galvanischen Chromabscheidung aus dreiwertigen Elektrolyten.

Prof. Wolfgang Paatsch überreicht Dr. Martin Leimbach Urkunde und Scheck

Gestiftet wurde der Preis von Prof. Dr.-Ing. habil. Nasser Kanani. Kanani ist Professor an der TU Berlin und unter anderem auch Gastprofessor am MIT Massachussetts Institute of Technology. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht, etliche Lehrbücher über sein Fachgebiet Galvanotechnik verfasst und wurde mehrfach für seine wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet.

Der DGO-Nasser-Kanani-Preis wird jährlich für junge Forschende aus dem deutschsprachigen Raum unter besonderer Berücksichtigung der Nachhaltigkeit für Arbeiten vergeben, die dem Fortschritt der elektrochemischen Oberflächentechnik dienen. Vorschläge können jeweils bis zum 31.01. eines Jahres eingereicht werden. Der nächste Aufruf seitens der DGO erfolgt ab September 2022.

Preis für Arbeiten auf dem Gebiet zur galvanischen Chromabscheidung vergeben

Der Preis ging in diesem Jahr an Dr. Martin Leimbach von der TU Ilmenau für seine Arbeiten auf dem Gebiet zur galvanischen Chromabscheidung aus dreiwertigen Elektrolyten.

Martin Leimbach untersuchte in den vergangenen Jahren intensiv den elektrochemischen Mechanismus der Chromabscheidung aus dreiwertigen Elektrolyten. Ferner ermittelte er die Korrelation von Oberflächenmorphologie und Farbe von Chromschichten basierend auf der Wellenlängenabhängigkeit der Reflexion. Diese Betrachtungen sowie Erkenntnisse zur Keimbildung und zum Kornwachstum tragen zum Verständnis der prozessbedingten Farbunterschiede galvanischer Chromschicht bei.

Durch die gewonnenen Erkenntnisse und deren Anwendung auf die Pulsabscheidung konnte Herr Leimbach nachweisen, dass eine Kombination aus Gleichstromabscheidung, gefolgt von einer kürzeren Phase Pulsabscheidung qualitativ hochwertige Chromschichten aus dreiwertigen Elektrolyten mit den technisch gewünschten Eigenschaften ergeben. Seine Arbeiten betreffen damit aktuelle Aspekte der Nachhaltigkeit für die dekorative und funktionelle Oberflächentechnik.