DGO-/ZVO-Arbeitskreis Zink-Nickel: Finale Versuchsrunde zum 80/80-Korrosionstest läuft

Weitere Themen auf der fünften Sitzung des DGO-/ZVO-Arbeitskreises Zink-Nickel waren Nachbehandlungen / Passivierungen von ZnNi-Oberflächen für den nachfolgenden KTL-Prozess sowie ein Vortrag zu einem Forschungsprojekt der TU Darmstadt.

Am 30. November 2021 fand die fünfte Sitzung des Arbeitskreises Zink-Nickel statt. Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung der Corona-Infektionszahlen in den Tagen vor der Sitzung wurde kurzfristig von einem hybriden auf ein reines Onlineformat umgestellt, was von den Teilnehmern mit Zustimmung aufgenommen wurde.

Die finale Versuchsrunde zum sogenannten 80/80-Korrosionstest läuft derzeit mit der Prüfung von sechs unterschiedlich beschichteten und nachbehandelten Schrauben in knapp zehn Prüflaboren. Ein Teil der Labore testet die Prüflinge zusätzlich zu den 80/80-Testbedingungen auch nach VW-Standard PV1209. So kann zum Abschluss auch nochmals ein direkter Vergleich der beiden Prüfverfahren durchgeführt und die erwartete Beschleunigung der Prüfzeiten quantifiziert werden.

Die Meldung der Prüfergebnisse wird im Laufe der nächsten Wochen erwartet, so dass auf der nächsten Sitzung des AK eine Auswertung vorgestellt werden kann.

Unter dem neu aufgenommenen Arbeitsschwerpunkt zu geeigneten Nachbehandlungen / Passivierungen von ZnNi-Oberflächen für den nachfolgenden KTL-Prozess hat der Arbeitskreis nochmals einige Punkte des geplanten Ablaufes diskutiert und abgestimmt. In dem Versuch soll die Haftung der KTL-Schicht auf unterschiedlich passivierten ZnNi-Oberflächen beurteilt werden. Es zeichnet sich ein großes Interesse ab, Prüflinge für die Versuche zur Verfügung zu stellen.

Darüber hinaus hielt Dr. Stefan Beyer einen Vortrag zu einem laufenden IGF-
Forschungsvorhaben der TU Darmstadt, an dem auch noch weitere Projektpartner beteiligt sind. Das Projekt „HAEgaS“ thematisiert die Bewertung des unterschiedlichen Wasserstoff-Aufnahme- und -Effusionsverhaltens galvanisch beschichteter hochfester Stähle, die Identifikation der relevanten Prozesseinflussgrößen sowie die Ableitung von Prozessoptimierungsmaßnahmen.

Dr. Beyer erläuterte die Vorgehensweise im Projekt und stellte wesentliche Ergebnisse daraus vor. Die Mitglieder des AK diskutierten angeregt, zeigten sich an weitergehenden Versuchen interessiert und boten bei Bedarf ihre aktive Beteiligung an.

Die Frühjahrssitzung des AK ZnNi ist für den 8. März 2022 geplant.