FA Edelmetalle diskutierte mögliche Neueinstufung von Silber als besorgniserregende Substanz

Am 17. März fand die 62. Sitzung des FA Edelmetalle als Videokonferenz statt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem das Schwerpunktthema „Gesetzliche Regelungen und Verfügbarkeit von Metallen“.

So wurde intensiv über die Aktivitäten der ECHA diskutiert, die im schlimmsten Falle zu einer Neueinstufung von Silber und Silberverbindungen als besonders besorgniserregende Substanzen (SVHC) führen könnten. Als SVHC gelten Stoffe, die ernste Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt haben können. Dabei zeigten sich die FA-Mitglieder besorgt über jene Entwicklungen, die aus wissenschaftlicher Sicht kaum mehr nachvollziehbar seien. Eine Kernfrage bei der Bewertung sei auch, ob metallisches Silber mit ionischem Silber gleichgesetzt wird.

Gleichsetzung von ionischem Silber mit Silber kritisiert

Nach einer öffentlichen Konsultation der European Precious Metals Federation (EPMF) im letzten Jahr scheint jedoch auch dieser Punkt bei den beteiligten Ländern unterschiedlich bewertet zu werden. Am 15. April wurde deshalb ein weiteres Online-Meeting mit Dr. Malte Zimmer vom ZVO-Ressort „Umwelt- und Chemikalienpolitik" organisiert, der die FA-Mitglieder über den aktuellen Verfahrensstatus informierte. So ist für September 2021 vonseiten der EPMF eine erste Diskussion mit dem Ausschuss für Risikobewertung (RAC) der ECHA vorgesehen.

Ständige Betätigungsfelder des FA Edelmetalle sind außerdem die Veröffentlichungen im Rahmen der Artikelserie „Geschichten der Galvanotechnik“ (mittlerweile >32 veröffentlichte Geschichten) und das Schwerpunktthema „Statistische Versuchsplanung“. Das nächste FA-Treffen ist ebenfalls für September 2021 in Schwäbisch Gmünd geplant.