Fachausschuss Edelmetalle schreibt Geschichte(n) der Galvanik

Seit vielen Jahren taucht der DGO-Fachausschuss Edelmetalle tief ein in die Geschichte der Galvanik, die 1780 mit einer Entdeckung des italienischen Arztes Luigi Galvani ihren Anfang nahm. Dabei entstand eine umfangreche Artikelserie von überaus kenntnisreichen und spannenden Darstellungen unterschiedlicher technischer und historischer Aspekte der Galvanik. Diese Geschichte(n) der Galvanik werden nun in loser zeitlicher Reihenfolge auch auf der DGO-Homepage erscheinen.

Den Anfang machen die Geschichte der galvanotechnischen Aus- und Weiterbildung im Raum Schwäbisch Gmünd und die Entwicklung galvanischer Vergoldungsprozesse zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Schwäbisch Gmünd bot mit seiner großen Dichte an Ausbildungsinstitutionen auf dem Gebiet der Oberflächentechnik, dem international renommierten Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie (fem) sowie eines auf die Galvanisierung mit Edelmetallen spezialisiertes Unternehmen ideale Voraussetzungen für die Gründung des Zentrums für Oberflächentechnik  Schwäbisch Gmünd e.V. (Z.O.G.). Der Zusammenschluss von Schulen, Institutionen und Firmen bietet seitdem Veranstaltungen zur Aus-, Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Oberflächentechnik an. Damit begegneten die Institutionen dieser traditionell mit der Ver- und Bearbeitung von Metallen verbundenen Region den hohen Anforderungen an die Fachkräfte dieser Branche nicht nur vor Ort, sondern weit darüber hinaus. Der Artikel stellt die Akteure vor und beleuchtet sowohl die wichtigen Stationen der Entwicklung des Ausbildungsstandortes wie auch dessen Einbettung in nationale und internationale wissenschaftliche Institutionen wie die 1962 gegründete Hochschule Aalen für Technik und Wirtschaft (HTW) und European Academy of Surface Technology (EAST) 1989.

Die Autoren dieses Beitrags sind: Thomas Engert (Umicore Galvanotechnik GmbH, Schwäbisch Gmünd), Hasso Kaiser (Schwäbisch Gmünd) und Dr. Andreas Zielonka, (fem Forschungsinstitut Edelmetalle und Metallchemie, Schwäbisch Gmünd)

Galvanische Vergoldung – ein Durchbruch für großtechnische Anwendung

Die Geschichte über die Entwicklung galvanischer Vergoldungsprozesse nimmt den Leser mit zum Beginn des 19. Jahrhunderts, als enorme Entwicklungsfortschritte auf diesem Gebiet den Durchbruch für galvanischen Beschichtung für großtechnische Anwendungen markierten.

Im beginnenden 19. Jahrhundert wurden auf dem Gebiet der Beschichtung mit Gold und auch mit anderen Metallen enorme Entwicklungsfortschritte erzielt, so dass diese Epoche als Durchbruch für die galvanischen Beschichtungen für großtechnische Anwendungen bezeichnet werden kann. Ein absolutes Novum stellte die Vergoldung von Oberflächen aus wässrigen Lösungen dar – ein Verfahren, dessen Grundlegung auf den Erkenntnissen der Pioniere Auguste Arthur de la Rive, George Richards Elkington, John Wright und Henri-Catherine-Camille comte de Ruolz basiert.

Der Autor dieses Beitrags, Dr. Helge Schmidt (TE Connectivity, Speyer) zeichnet die spannende Entwicklung in dieser Phase der technischen Entdeckungen nach.

Zu den Geschichte(n) der Galvanik