DGO-Arbeitskreis Leichtmetalle: Fragestellungen aus der Praxis werden in Forschungsantrag überführt

Am 4. November wurde die mittlerweile 7. Sitzung des AK Leichtmetalle als Videokonferenz durchgeführt. Seit Gründung im Jahr 2018 beschäftigt sich dieser mit verschiedenen Themen in Zusammenhang mit der Oberflächenbehandlung von Aluminium, Magnesium und Titan.

Vonseiten der beteiligten Industrievertreter besteht zum Beispiel nach wie vor großes Interesse an neuen Möglichkeiten zur dekorativen Anodisation von Aluminiumgusslegierungen. Im Gegensatz zu Aluminiumknetlegierungen enthalten jene Werkstoffe einen höheren Siliziumanteil, weshalb der Anodisierprozess intelligent modifiziert werden muss, um im anschließenden Färbeprozess eine defektfreie Farbgebung zu ermöglichen. Das Interesse richtet sich dabei auf vielfältigste Anwendungen, bei denen Aluminiumbauteile – hergestellt mittels Druck- und Kokillenguss – zum Einsatz kommen.

Auch bei dem weiteren Schwerpunktthema Kontaktkorrosion kann der Arbeitskreis Leichtmetalle erfreuliche Fortschritte vorweisen: So wurde eine Problemstellung aus dem Umfeld eines deutschen Automobilherstellers aufgegriffen und in mehreren Telefonkonferenzen mit wissenschaftlichen Fragestellungen untersetzt. Diese wurden von der TU Ilmenau durch orientierende Vorversuche ergänzt, deren vielversprechende Ergebnisse nun die Basis für den aktuell sich in Ausarbeitung befindlichen Antrag auf Forschungsförderung darstellen.

Konkret geht es um Korrosionserscheinungen bei der Werkstoffpaarung von ZnNi–beschichteten Stahlnietelementen und Aluminiumblechen. Aufgrund der inhaltlichen Schnittmenge wurde die Thematik zudem im Arbeitskreis Zink/Nickel eingebracht, aus dem sich nun auch mehrere Unternehmen bereit erklärt haben, das Forschungsvorhaben durch Mitwirkung im projektbegleitenden Ausschuss aktiv zu unterstützen.

An diesem Beispiel zeigt sich eine elementare Aufgabe der DGO-Fachausschüsse und Arbeitskreise: Neben Networking und dem Austausch von Expertise spielt die technologisch wissenschaftliche Weiterentwicklung branchenspezifischer Themen eine zentrale Rolle. In diesem Zusammenhang sind alle DGO-Mitglieder herzlich eingeladen, ihre Problem- und Fragestellungen in die Gremien der DGO regelmäßig einzubringen, um gemeinsam mit anderen Fachexperten Lösungsansätze zu identifizieren. Bei Interesse oder Rückfragen, wenden Sie sich gerne an die DGO-Geschäftsstelle.

Dr. Daniel Meyer
Tel.: 02103 2556-35
E-Mail: d.meyer(at)dgo-online.de