DGO-Arbeitskreis Leichtmetalle unterstützt Normungsvorhaben zur plasmaelektrolytischen Oxidation

Am 23. Januar trafen sich Vertreter aus Wissenschaft und Industrie bei der DECHEMA in Frankfurt, um gemeinsam die Erstellung einer offiziellen Verfahrensnorm zur plasmaelektrolytischen Oxidation (PEO) voranzutreiben. Begleitet wurde das Treffen von Amelie Banhart als Vertreterin des DIN in Berlin. Bereits Mitte 2019 veröffentlichte der DGO-Arbeitskreis Leichtmetalle einen entsprechenden Aufruf für dieses Bestreben.

Die PEO ist ein oberflächentechnisches Verfahren zur Herstellung von keramischen Schichten auf Leichtmetallen. Die Schichten erreichen eine Dicke von üblicherweise 10-200 μm und aufgrund einer kristallinen und dichten Mikrostruktur sehr hohe Mikrohärten (bis zu 2000 HV). Das Verfahren kommt für industrielle Zwecke zunehmend zum Einsatz. Die Anwendungsfelder erstrecken sich von hochverschleißfesten sowie hitzebeständigen Schutzschichten auf Aluminiumbauteilen über dekorative oder korrosionsschützende Schichten für Magnesium bis hin zu bioinerten und bioaktiven Beschichtungen für medizinische Titanimplantate.

Mit einer Norm soll nun eine gemeinsame Basis grundsätzlicher Anforderungen geschaffen werden, um eine harmonisierte Kunden-Lieferantenbeziehung entlang der Wertschöpfungskette zu fördern. Dies birgt Vorteile auf der Qualitäts- sowie auch auf der kommerziellen Seite. Das weitere Vorgehen zu diesem Normungsvorhaben wird die DGO-Geschäftsstelle gemeinsam mit dem Normenausschuss „Chemische und elektrochemische Überzüge“ (NA 062-01-76 AA) auf dessen nächster Sitzung Ende März 2020 abstimmen.

Nähere Informationen zum Normungsvorhaben erhalten Sie in der DGO-Geschäftsstelle bei Dr. Daniel Meyer (Tel. 02103 – 2556 35; E-Mail d.meyer(at)dgo-online.de).