Industrieunternehmen für FuE-Projektbeteiligung gesucht: Neue RoHS-konforme Werkstoffstrategien für das lokale Galvanisieren von additiv verarbeiteten Kunststoffen (LoGa3D+)

Gesucht werden Firmenpartner für den projektbegleitenden Ausschuss des in Planung befindlichen Forschungsvorhabens LoGa3D+. Im Fokus steht dabei das gezielte, lokale Galvanisieren von additiv hergestellten Kunststoffbauteilen.

Hierfür sollen neue, galvanogerechte Kunststoffe entwickelt werden, die REACH/RoHS-konform vorbehandelt und direkt, ohne eine chemische Vormetallisierung, galvanisch beschichtet werden können.

Motivation

Die maximale Designfreiheit der additiven Fertigung ermöglicht die schnelle Herstellung von Prototypen bis Kleinserien aus Kunststoff. Eine geeignete Oberflächenveredelung dieser Bauteile könnte das Galvanisieren darstellen. Der hohe technologische und komplexe Anspruch des Galvanisierens erfordert jedoch nicht nur eine 100 % dichte Oberfläche der Kunststoffteile, sondern auch teilweise gesundheitsgefährdende Re-agenzien. Dieser Nachteil soll durch die Entwicklung von galvanogerechten Halbzeugen für das additive Fused Deposition Modeling (FDM)-Verfahren überwunden werden. Bei diesen Halbzeugen handelt es sich um einen funktionalisierten Verbundwerkstoff, der sowohl Metallpartikel als auch Leitfähigkeitsadditive in einer thermo-plastischen Matrix enthält.

Projektziele

Diese neuen Halbzeuge substituieren

  • den Aufrauungsschritt durch definiertes Herauslösen der Metallpartikel (z. B. Al) an der Oberfläche in weniger aggressiven, RoHS-konformen Medien wie Natronlauge
  • den chemischen Metallisierungsschritt durch die vorhandene elektrische Leitfähigkeit.

Die additive Verarbeitung dieser neuen Halbzeuge ermöglicht lokales Funktionalisieren

  • ohne aufwändige Maskierung
  • bis minimal 80 µm Breite
  • bei maximaler Geometrie- und Designfreiheit

Beteiligte Forschungsstellen: 

Technische Universität Chemnitz

BA Glauchau, Berufsakademie Sachsen

Ansprechpartner für Interessenten am projektbegleitenden Auschuss: 

Dr. Daniel Meyer, DGO e.V.
E-Mail: d.meyer(at)dgo-online.de
Telefon: 02103 25 56 36
Mobil: 0171 26 63 902

Weitere Informationen zu den Möglichkeiten der Forschungsförderung über die DGO erhalten Sie auf auf dieser Seite unter dem Menüpunkt Forschung

Den Projektsteckbrief finden Sie beigefügt als pdf-Dokument.