Zweitätige Exkursion der DGO-Bezirksgruppe Nürnberg/Nordbayern 2019

Gute Laune und eine große Menge an spannenden Informationen vom ersten bis zum letzten Moment bescherte die 2-Tages-Exkursion den Teilnehmern der DGO-Bezirksgruppe Nürnberg/Nordbayern. Sie stand unter dem Motto „Spagat zwischen Moderne und Tradition“. Das Leitungsteam berichtet von der lange im Voraus geplanten Exkursion.

Gruppenfoto bei Rosenberger Hochfrequenztechnik

Gruppenfoto bei Rosenberger Hochfrequenztechnik

Sommerzeit bedeutet für die BG Nürnberg seit einigen Jahren unterwegs zu sein, um Neues zu entdecken! Dieses Mal machten wir uns am 16. und 17. Juli 2019 auf den Weg in die Region um Tittmoning und Mühldorf, wo es einiges für uns zu entdecken gab. Unsere modernen Ziele waren die Firmen Rosenberger Hochfrequenztechnik GmbH und die Otto Dunkel GmbH. Unsere Ziele mit Tradition waren die Burg zu Tittmoning und der renommierte Hersteller von Blechblasinstrumenten Miraphone eG.

Aber zunächst einmal haben sich die meisten Teilnehmenden wie üblich in Nürnberg getroffen, um von dort aus gen Süden zu starten. Immer, wenn wir vom Frankenland aus in ferne Gegenden unterwegs sind, treffen wir uns zu früher Stunde, da wir einige Kilometer hinter uns lassen müssen, bevor wir vor Ort die vielen interessanten Dinge besichtigen und bestaunen können. 7 Uhr war der geplante Treffpunkt vor dem TÜV Rheinland-Komplex, um in aller Ruhe nach der mittlerweile zur Tradition gewordenen ausführlichen Begrüßungsrunde um 7.15 Uhr abfahren zu können. Nach dem ersten Teil der Anreise war es dann Zeit für das zweite Frühstück! Da die Wetterverhältnisse glücklicherweise recht günstig waren, konnten wir die Pause im Sonnenschein bei angenehmen Temperaturen verbringen.

Zurück im Bus war dann der erste Hunger gestillt und wir konnten die Aussicht durch die Fenster im Bus genießen, uns unterhalten oder beides gleichzeitig tun. So verging die Zeit bis zu unserem zweiten geplanten Stopp relativ schnell. Angekommen beim Gasthof Gruber warteten auch schon unsere Selbstfahrer und unsere Gastgeber von der Rosenberger Hochfrequenztechnik GmbH, so dass die Runde nun vollzählig war. Für manche und manchen kam das Mittagessen aber fast ein bisschen zu früh, da man ja quasi gerade eben erst gevespert hatte. Nach dem Essen ging es dann ohne Umwege direkt zum Werksgelände der Rosenberger Hochfrequenztechnik GmbH in Fridolfing, wo wir nach kurzem Check-in zur Firmenpräsentation gebeten wurden.

Betriebsbesichtigung bei Rosenberger Hochfrequenztechnik

Dort haben wir erfahren, welche Produkte am Standort Fridolfing gefertigt und entwickelt werden. Rosenberger inverstiert aber nicht nur in die Fertigungsstätten, sondern auch in die Aus- und Weiterbildung von Nachwuchskräften. So gibt es jährlich einen Firmentag, an dem für die Ausbildung bei der Firma Rosenberger geworben wird. Außerdem werden auftretende Probleme von Projektgruppen gemäß dem Six-Sigma-Prinzip bearbeitet, Lösungen dafür entwickelt und umgesetzt. Somit ist für Transparenz gesorgt, und es sind alle interessierten Personen in den Optimierungsprozess einbezogen. Eine hervorragende Lösung, um alle Mitarbeiter zu fördern und zu fordern! Danach wurden wir in drei Gruppen durch die Fertigungs- und Kontrollbereiche, sowie die Peripherie-Anlagen geführt. Wir haben einen modernen Fertigungsstandort mit ausgefeilten, technischen Apparaten sehen können.

Prunkstück war natürlich der neue Produktionsbereich mit den galvanischen Anlagen. Zunächst konnten wir diese allerdings nur von unten anschauen, da in die Halle eine Zwischenebene eingezogen wurde, um einen guten Zugang in alle Bereiche zu ermöglichen. Sehr beeindruckend und schön anzuschauen, obwohl wir aus sicherheitstechnischen Gründen leider nicht sehr nahe an die Elektrolyte herangekommen sind. Aber die ausführlichen Erklärungen unserer sehr kompetenten Begleitpersonen machte dies mehr als wett, und so verging die Besuchszeit wie im Flug. Bevor wir das Firmengelände aber verließen, gab es noch Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Natürlich überreichten wir als gute Gäste auch wieder unsere Gastgeschenke, um uns bei den Organisatoren und Begleitpersonen zu bedanken. Martin Lenz, Bernhard Zehentner, Julian Demm, Raphael Wallner, Matthias Matschi, etc. Super, dass wir vor Ort sein konnten, um uns die neue Anlagentechnik anschauen zu dürfen. Mit dem obligatorischen Gruppenfoto endete dann auch unsere Besuchszeit bei unserem ersten Ziel der Moderne! 

Auf der Burg Tittmoning

Wer sich jetzt schon mental auf das Hotel eingestellt hatte, musste leider enttäuscht werden. Nach nur kurzer Busfahrt waren wir auch schon fast bei unserem nächsten Ziel angekommen, der Burg zu Tittmoning! Ganz klar ein Ziel mit Tradition, welches wir aber zunächst nur aus dem Tal anschauen konnten. Da wir mehr oder weniger die meiste Zeit des Tages sitzend im Bus verbracht haben, war es durchaus sinnvoll die Burg zu Fuß zu erklimmen. Im Burghof angekommen, erwarteten uns bereits zwei sehr nette Damen, die uns die Burg und deren „Schätze“ und Besonderheiten zeigten. Aufgeteilt in zwei Gruppen wurden wir mir ausführlichen Erklärungen durch alle Räume geführt und konnten so das Leben in früheren Zeiten kennenlernen. Neben den vielen Exponaten wurde auch so manche Redewendung erklärt (z.B. „Etwas auf die hohe Kante legen!“). Außerdem wir wurden darüber informiert, warum manche Dinge früher so gemacht wurden. Jeder der sehr vielen Räume hatte ein anderes Thema, angefangen von den Wohnbereichen bis hin zu den unterschiedlichen Arbeitsräumen für landwirtschaftliche Geräte und den unterschiedlichen Handwerkskünsten.

Nach gut 90 Minuten endete dann die großartige Führung. Wer hätte gedacht, dass uns derart viele eindrucksvolle Dinge in dem Heimatmuseum erwarteten. Ein jeweils herzliches Dankeschön für die Führung ging an Christa Wichtlhuber und an Rosi Ertl. Nach der Verabschiedung blieb dann noch der Rückweg zum Stadtzentrum von Tittmoning, wo wir dann den Bus wieder bestiegen, um zu unserem Nachtquartier zu gelangen. Dort angekommen, bezogen wir umgehend die Zimmer, um uns dann auf das Abendessen im Ehringer Hof vorzubereiten. Nach nur ein paar Minuten zu Fuß waren wir auch schon da und belegten dann auch fast den halben Biergarten. Nachdem bei jeder und jedem das Hungergefühl endgültig beseitigt war, konnten wir uns in lockerer und bunt gemischter Runde über Gott und die Welt unterhalten. In wechselnder Besetzung rotierten dann einige Personen von Tisch zu Tisch, so dass man immer neue Gesprächspartner neben sich hatte. So ganz nebenbei konnten wir auch die Teilmondfinsternis während der klaren Nacht beobachten. Nach und nach löste sich die Runde aber auf, denn die doch eher frischen Nachttemperaturen und die Müdigkeit regte einige dazu an, sich gen Hotel zu bewegen. Kurze Zeit später machten sich dann die „Ausdauernden“ auch auf den Weg ins Hotel, wo wir ein paar uns bekannte Gesichter an der Bar angetroffen haben. Spontan blieben auch ein paar von uns dort hängen, um sich noch ein Gutzi vor dem Schlafen gehen zu gönnen.

Zu Gast beim Instrumentenbauer Miraphone

Nach kurzer Nach wurde um 6.30 Uhr das Frühstücksbuffet eröffnet. Auch wenn es unter uns manche Frühaufsteher gibt, war um diese Zeit noch niemand aus unserer Reisegesellschaft wach. Schließlich hatten wir ja auch noch Zeit bis zur geplanten Abfahrt um 9.00 Uhr zu unserem zweiten traditionellen Ziel, dem Instrumentenbauer Miraphone eG. Nach dem gemeinsamen Frühstück brachen wir dann zu dem traditionellen Handwerksbetrieb in Waldkraiburg, der sich auf hochwertige Blechblasinstrumente spezialisiert hat. Dort angekommen wurden wir von Manfred Schatzeder freundlich empfangen und in den Aufenthaltsraum geführt, wo uns bereits Christian Niedermaier (Vorstand) und die ersten ausgestellten Instrumente erwarteten. Und dann ging es auch schon los mit der Führung durch die Fertigungsbereiche! Angefangen in dem Rohwarenlager, in welchem wir zunächst einmal viele Rohre aus Kupfer und Messing sehen konnten. Zunächst einmal war es für viele von uns nur schwer vorstellbar, wie aus einem Rohr zum Beispiel eine Tuba entstehen soll. Mit jeder weiteren besichtigten Station, näherte sich das ursprüngliche Rohr der Form von unterschiedlichen Blasinstrumenten an. Angefangen von Trompete bis Tuba haben wir erfahren, wie die unterschiedlichen Komponenten zunächst gebogen und gepresst werden, bevor sie Stück für Stück zusammengebaut werden, bis letztendlich ein fertiges Instrument entstanden ist. Eine abschließende Lackierung konserviert die perfekt polierten und teilweise beschichteten Oberflächen und rundet das Ergebnis ab. Auf die Frage, wie beispielsweise eine Tuba versilbert wird, konnte unser sehr kompetente Führer allerdings nicht genau antworten, da dies nicht im Unternehmen durchgeführt wird. Schade, denn dies hätte uns, die wir „Oberflächen l(i)eben“, logischerweise brennend interessiert. Nach dem Rundgang konnten wir uns noch an den bereitgestellten Getränken bedienen, die ausgestellten Instrumente bewundern und unsere letzten Fragen stellen. Auch gaben uns zwei Mitarbeiter eine kleine Hörprobe der Instrumente, so dass wir auch deren Klang bewundern konnten. Nach dem gemeinsamen Gruppenfoto vor dem Eingangsbereich der Firma, haben wir wieder im Bus Platz nehmen dürfen, um zum nächsten Ziel, der Otto Dunkel GmbH, zu fahren.

Besichtigung der Otto Dunkel GmbH in Mühldorf am Inn

Bevor uns das Unternehmen vorgestellt wurde, stand das Mittagessen kurz nach dem Betreten des Firmengeländes der Otto Dunkel GmbH in deren Kantine auf dem Programm! Gut gestärkt ging es dann in den Bereich des Ausbildungszentrums, wo wir durch den Geschäftsleiter Robert Klemisch und den Leiter der Oberflächentechnik Volker van der Pütten über die Firmenstruktur, das Produktportfolio und die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb der Otto Dunkel GmbH informiert wurden. Und dann ging’s in drei Gruppen zu den Galvanikautomaten und den vor- und nachbereitenden Bereichen, sowie der Ab- und Prozesswasserbehandlung. Dort angekommen gingen die Fragen auch schon los. Warum gibt es bewegliche Gestelle?! Wie schnell laufen die Bänder?! Wie ist der Schichtaufbau? Was muss bei Zusammenbau der Steckverbindungen beachtet werden? Sehr freundlich und ausführlich wurden alle Fragen beantwortet, bis unser Wissensurst gestillt war! Vielen Dank an Josef Weber, Johannes Saß und Christian Slotosch für die Führung durch die Produktionsbereiche und Florian Schindler für die vielen Fotos, die er während unseres Besuchs gemacht hat.

 

Natürlich stand auch hier ein Gruppenfoto mit allen beteiligten Personen auf dem Programm, bevor der Großteil unserer Gruppe wieder in den Bus einsteigen musste, um gen Heimat zu fahren. Wir hatten ja noch ein ganzes Stück Weg zurückzulegen bis wir wieder in Nürnberg waren. Mit dem Überreichen eines Vesperpakets an die Selbstfahrer verabschiedeten wir uns dann auch von ihnen. Schön, dass es wieder einmal geklappt hat interessierte Personen bei unserer 2-Tages-Exkursion dabei zu haben. Während der Fahrt ins heimische Frankenland wurde dann eifrig über die Erlebnisse der beiden letzten Tage diskutiert oder eine Ruheposition eingenommen, um das leichte Schlafdefizit der vergangenen Nacht auszugleichen. Und so sind wir dann ganz entspannt in Nürnberg angekommen und kurz vor Fahrtende gab dann unser hervorragend aufgelegter Busfahrer Harald noch den einen oder anderen Witz zum Besten. So soll es sein! Gute Laune von der ersten Begrüßung am Dienstagmorgen bis zur Verabschiedung am Mittwochabend! Und so endete unsere 2-Tages-Exkursion 2019, die unter dem Motto „Spagat zwischen Moderne und Tradition“ stand. Wir konnten alle viele Dinge sehen, haben einiges gelernt und hatten viel Spaß zusammen! Erwähnt werde sollte auch, dass die Planung dieser Exkursion schon vor drei Jahren (!) begann und Ostern 2018 in trockenen „Tüchern“ war. Nur so können alle Beteiligten sicher planen und sich rechtzeitig auf zwei mit Programm vollgepackte Tage (4 Besichtigungsrunden, sowie An- und Rückreise) einstellen.

Abschließend gilt es noch einen speziellen Dank an die gastgebenden Firmen und die Organisatoren innerhalb der von uns besichtigten Firmen. Zu nennen sind an dieser Stelle in chronologischer Reihenfolge Herr Martin Lenz von der Fa. Rosenberger Hochfrequenztechnik, Herr Christian Niedermaier von der Fa. Miraphone eG und Herr Joseph Weber von der Fa. Otto Dunkel GmbH. Ihr Aufwand für die Vor- und Nachbereitung unseres jeweiligen Besuchs, sowie die Freistellung der Kollegen und Mitarbeiter, um uns durch die Produktionsstätten zu führen, wird von uns sehr geschätzt! Nicht zu vergessen die Verpflegung während unseres Besuchs in den jeweiligen Firmen. Schön, dass dieser Aufwand für uns betrieben wurde. Aus unserer Sicht hat alles super geklappt, wir haben uns willkommen und stets sehr wohl gefühlt und haben sehr viel gesehen und gelernt!