17. Sitzung des DGO/ZVO-Arbeitskreises Zink-Nickel

Der DGO/ZVO-Arbeitskreises Zink-Nickel kam zur 17. Arbeitssitzung bei WHW Hillebrand am Standort Fröndenberg zusammen. Vorgestellt und diskutiert wurden der Stand des Ringversuchs zum 80/80 Korrosionstest,

Am 28. Oktober 2019 trafen sich die Mitglieder des DGO/ZVO-Arbeitskreises (AK) Zink-Nickel zu ihrer 17. Arbeitssitzung bei WHW Hillebrand am Standort Fröndenberg. Die Teilnehmer wurden herzlich durch den AK Leiter Karl Morgenstern und den Gastgeber Ernst-Gregor Hillebrand begrüßt. Auch von dieser Stelle ein Dank an Ernst-Gregor Hillebrand für die außerordentliche Gastfreundschaft.

Karl Morgenstern berichtete vom Stand des durch den Arbeitskreis initiierten Ringversuches zum sogenannten 80/80 Korrosionstest. Der zyklische Test besteht aus einer 1h-„klassischen“-Salzsprühnebelprüfung (NSS) gefolgt von 23h-Einlagerung bei 80°C und 80 Prozent Luftfeuchte. Dadurch, dass die Teile nicht auch bei Minustemperaturen gelagert werden müssen, wie es zum Beispiel beim VW PV1209 der Fall ist, könnte auf einfachere Klimakammern zurückgegriffen werden. Als Prüflinge werden Zn-Ni-beschichtete M6-Schrauben mit verschiedenen Nachbehandlungen (Passivierungen / Versiegelung) sowie mit und ohne mechanische Vorschädigung eingesetzt. Am Test beteiligen sich insgesamt 15 Unternehmen. Ergebnisse werden im Laufe des ersten Quartals 2020 erwartet.

Elektrische Leitfähigkeit von Zn-Ni-Oberflächen

Des Weiteren diskutierte der AK über das Thema elektrische Leitfähigkeit von Zn-Ni-Oberflächen und die Problematik diese messtechnisch zuverlässig – insbesondere an Kontaktstellen – zu erfassen. Außerdem wurden die Themenfelder Leistungsfähigkeit der ZnNi-Oberfläche in Verbindung mit Al-Knetlegierungen, sowie die Grenzen der üblichen Korrosionstests bei der Erkennung spezifischer Auffälligkeiten im realen Einsatz und mögliche Ansätze zur Ursachenanalyse diskutiert. Der Arbeitskreis arbeitet darüber hinaus an einem Arbeitspapier für schwarze Oberflächen.

Länger wurde zudem die Problematik der nicht immer ausreichenden Haftvermittlung zwischen der ZnNi-Oberfläche und abschließenden Lackierungen erörtert. Die derzeit in EU noch gebräuchliche Phosphatierung scheint hier bisweilen aufgrund schlechter Phosphatschichtbildung nicht die gewünschte gute Haftvermittlung bieten zu können. Der AK wird sich auf den folgenden Sitzungen tiefer mit dieser Problematik und möglichen Lösungsansätzen beschäftigen.

Ein Fokus liegt zukünftig auch auf dem Verfügbarmachen des umfangreichen Wissens, welches im AK vorhanden ist. Dazu wird eine Plattform für die AK-Mitglieder zur Verfügung gestellt, die die Zusammenarbeit und Vorbereitung von Veröffentlichungen erleichtern soll.

Die nächste Sitzung des Arbeitskreises findet im März 2020 statt.