Dr. Christian Weimar und Dr. René Böttcher eröffneten den Nachmittag mit einem Einblick in die Aufgaben des Forschungsbereichs. Im Mittelpunkt steht das Beherrschen werkstofftechnischer Grundlagen, das Hinterfragen bestehender Lösungen sowie die Entwicklung und Absicherung neuer Technologien für die Luft- und Raumfahrt. Ziel ist es, Risiken zu reduzieren, die Sicherheit zu erhöhen und neue Kompetenzen und Fähigkeiten aufzubauen. Besonders interessant war ein bei Airbus aufgesetzter Prozess, der innovative Werkstoffentwicklungen beschleunigt und schneller in die Anwendung bringt. Beim darauffolgenden offenen Austausch nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit für zahlreiche Fragen und eine angeregte Diskussion.
Anschließend ging es in den Airbus-Showroom: Zahlreiche Modelle von Flugzeugen, Hubschraubern und Raumfahrtanwendungen machten die Bandbreite des Unternehmens anschaulich. Die lebendige und detailreiche Präsentation führte von den historischen Wurzeln bis zu heutigen Luft- und Raumfahrtprogrammen mit Werkstoffbezug.
Beim Rundgang durch die Werkstofflabore wurde es anschließend besonders konkret. Das umfangreich ausgestattete Technikum bietet zahlreiche Möglichkeiten, mechanische Kennwerte statisch und dynamisch zu ermitteln. Auch die Oberflächentechnik spielt eine wichtige Rolle. Die Gruppe erhielt Einblicke in die Korrosionsprüfung und in verschiedene Verfahren der vertiefenden Oberflächenanalyse. Der Rundgang zeigte eindrucksvoll, wie breit Airbus bei der Prüfung und Bewertung von Werkstoffen aufgestellt ist.
Beim gemeinsamen Abendessen bei einem örtlichen Italiener klang der gelungene Nachmittag aus. Bei angenehmen 30 Grad auf der Terrasse blieb noch reichlich Zeit, die Eindrücke des Tages fachlich und persönlich zu diskutieren.
Das Leitungsteam der BG München, Andreas Bayer und Dr. Harald Schreckenberger, bedankt sich bei Airbus, insbesondere bei Dr. René Böttcher und allen beteiligten Mitarbeitern, für den freundlichen Empfang, die offenen Gespräche und die interessanten Einblicke hinter die Kulissen.
Autor: Dr. Harald Schreckenberger