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Christoph Kiesl nahm den diesjährigen Heinz-Leuze-Preis auf den ZVO-Oberflächentagen entgegen

Im Rahmen der Festlichen Eröffnung der ZVO-Oberflächentage in Karlsruhe wurde der diesjährige Heinz-Leuze-Preis an Christoph Kiesl überreicht. Christoph Kiesl nahm den Preis stellvertretend für das Autorenteam entgegen, da er federführend an der Veröffentlichung gearbeitet hat.  

Klaus Decker (li), Geschäftsführer vom Leuze-Verlag, überreichte Christoph Kiesl (Mitte) die Silbermünze. Prof. Dr. Andreas Bund (re) überreichte den symbolischen Scheck sowie die Urkunde.

Klaus Decker (li), Geschäftsführer vom Leuze-Verlag, überreichte Christoph Kiesl (Mitte) die Silbermünze. Prof. Dr. Andreas Bund (re) überreichte den symbolischen Scheck sowie die Urkunde.

Der Heinz-Leuze Preis wird für eine Publikation in einer Fachzeitschrift des deutschsprachigen Raums vergeben, die sich durch eine besonders klare und didaktische Darstellung einer bedeutsamen technisch-wissenschaftlichen Problematik auszeichnet.

Der Preis wurde in diesem Jahr an das Autorenteam Christoph Kiesl, Hochschule Aalen – Aalen University of Applied Sciences, Zentrum Elektrochemische Oberflächentechnik, Aalen, Dr. Seniz Sörgel, fem Forschungsinstitut, Schwäbisch Gmünd, Dr. Reinhard Böck, fem Forschungsinstitut, Schwäbisch Gmünd, Prof. Dr. Holger Kaßner, fem Forschungsinstitut, Schwäbisch Gmünd und Prof. Dr. Timo Sörgel, Hochschule Aalen - Aalen University of Applied Sciences, Zentrum Elektrochemische Oberflächentechnik, Aalen, verliehen.  

Ausgezeichnet wurde ihr Fachaufsatz "Galvanotechnik als Wegbereiter der nächsten Batterie-Generation", erschienen in der Zeitschrift Galvanotechnik 116,9 (2025) 1117-1124.

Begründung des Preiskuratoriums 

Aufgrund seiner guten Verfügbarkeit und hohen spezifischen Ladungskapazität ist Calcium ein aussichtsreiches Element für Post-Lithium-Ionen-Batterien. Für die Verwendung in einer kommerziellen Batterie sind allerdings noch einige grundlegende Herausforderungen zu meistern, darunter auch einige aus dem Bereich der Elektrochemie und Galvanotechnik. Ein Aspekt ist die reversible Abscheidung und Auflösung von Calcium an der negativen Elektrode einer Calcium-Ionen-Batterie. 

Christoph Kiesl und seine Kollegen haben sich dieser Herausforderung mit einem gut durchdachten Arbeitsprogramm angenommen. In ihrem didaktisch sehr gut gestalteten Artikel "Galvanotechnik als Wegbereiter der nächsten Batterie-Generation" diskutieren sie den Einfluss von Elektrolytzusammensetzung, Stromdichte und Hydrodynamik auf die Struktur und Eigenschaften galvanischer Calciumschichten. 

Ihre anschaulichen Ausführungen zu Keimbildung- und -wachstum sind sehr gut nachvollziehbar mit hochwertigen REM-Aufnahmen belegt. Im Vergleich mit einem gewalzten Calciumblech zeigen ihre Schichten geringere Hemmungen bei der zyklischen Auflösung und Abscheidung. In einer vollständigen Batterie ergäben sich damit höhere Energieeffizienzen.

Die Autoren zeigen mit ihrem Beitrag eindrucksvoll, welches Potenzial die Galvanotechnik für die Batterietechnologie hat.

Der Preis ist mit 2.000,00 € dotiert, die vom Eugen-G.-Leuze-Verlag gestiftet werden. Ebenso erhält jeder Autor eine echte Silbermünze, ebenfalls vom Eugen-G.-Leuze-Verlag gestiftet. Die DGO überreicht den Preisträgern jeweils eine Urkunde.