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FA Chemische Metallabscheidung diskutierte mögliche PTFE-Alternativen in der Galvanotechnik

Im Rahmen eines Webmeetings am 14. Januar befasste sich der FA Chemische Metallabscheidung mit möglichen Alternativen zu PTFE in der Galvanotechnik, das beispielsweise in Partikelform bei chemisch Nickel-Dispersionsschichten zum Einsatz kommt und direkt vom geplanten PFAS-Verbot betroffen ist.

Hierzu waren Dr. Welzel (TITK e. V., Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung) sowie Prof. Andreas Bund (TU Ilmenau) zugeschaltet. Dr. Welzel stellte das TITK als materialorientiertes Forschungsinstitut mit Schwerpunkt auf Kunststoffen, polymeren Additiven und deren Verarbeitung vor. Er führte aus, dass die Textilbranche ebenfalls stark vom geplanten PTFE-Verbot betroffen sei: trotz bereits umgesetzter FuE-Projekte konnten die funktionalen Eigenschaften von PFAS-basierten Textilausrüstungen wie bspw. Fluorcarbon bislang nicht vollumfänglich erreicht werden. 

In der anschließenden Diskussion wurde empfohlen, zunächst bereits am Markt verfügbare Partikelwerkstoffe aufzugreifen und durch gezielte Compoundierung weiterzuentwickeln. Dies könnte die Basis für ein gemeinsames FuE-Projekt, etwa im Rahmen der IGF, bilden. Als potenzielle PTFE-Alternativen wurden unter anderem POM, ultrahochmolekulares Polyethylen sowie PEEK genannt, wobei insbesondere Reibverhalten, Verschleißfestigkeit, chemische und thermische Beständigkeit als entscheidende Kriterien hervorgehoben wurden. Aufgrund der Vielzahl möglicher Anforderungen wurde angeregt, sich auf zwei bis drei klar definierte Musteranwendungen mit eindeutigem Anforderungsprofil zu konzentrieren, etwa mit Fokus auf geringe Reibwerte, hohe Verschleißbeständigkeit oder Antihaftwirkung. 

In der kommenden FA-Sitzung am 12. März 2026 in Geislingen sollen dann geeignete Musteranwendungen definiert und anschließend der Austausch mit den Forschungseinrichtungen vertieft werden.