Ein zentraler Diskussionspunkt war die Vorstellung eines Software-Tools zur Optimierung komplexer Industrieprozesse, das analytische Laborwerte mit technischen Prozessparametern verknüpft und auf Basis definierter Optimierungsziele konkrete Handlungsempfehlungen zur Anlagenparametrierung ableitet. Das System ist bereits in der Vliesstoffproduktion im Einsatz und könnte perspektivisch auf galvanotechnische Prozesse übertragen werden. In der Diskussion wurden insbesondere die Heterogenität galvanischer Datenquellen, die notwendige Datenqualität sowie eingeschränkte Optimierungsspielräume in stark regulierten Branchen wie dem Automotive-Bereich thematisiert. Als nächster Schritt soll der Kontakt zu dem Tool-Anbieter intensiviert und ein möglicher Galvanik-Use-Case definiert werden.
Darüber hinaus wurde über eine mögliche Zusammenarbeit mit der Industrial Digital Twin Association (IDTA) gesprochen. Für eine der kommenden Sitzungen ist ein Beitrag zur Normungsroadmap Industrie 4.0 und zu Beteiligungsmöglichkeiten geplant.
Ein weiterer Punkt betraf aktuelle Förderbekanntmachungen: Während auf nationaler Ebene derzeit kaum geeignete Programme für Digitalisierungsthemen verfügbar sind, bestehen auf EU-Ebene vereinzelt Optionen, die jedoch als anspruchsvoll eingeschätzt werden.
Das nächste Treffen des FA DigiTrans findet am 23. April 2026 als Präsenzmeeting bei WMV Anlagenbau in Windeck statt.