Regulierungen
Ein zentrales Thema war die Abschlusserklärung des „Runden Tisches Sulfamidsäure“. Dr. Arkadius Waleska erläuterte die regulatorische Relevanz von Sulfamidsäure, die künftig stärker in den Fokus von Behörden rücken könnte. Für die Galvanoformung besitzt das Thema besondere Bedeutung, da Nickelsulfamat-Elektrolyte aufgrund ihrer hohen Leistungsfähigkeit derzeit nur schwer zu ersetzen sind. Diskutiert wurden zudem Optimierungsmöglichkeiten in der Abwasserbehandlung, um potenzielle zukünftige Anforderungen besser erfüllen zu können.
Innovationen
Darüber hinaus stellten mehrere neue Mitglieder ihre Unternehmen und Technologien vor. Die Galvano-T electroforming-plating GmbH präsentierte Anwendungen der Kupfer- und Nickelabscheidung für Kernfusions- und Raumfahrtprojekte sowie Verfahren zur Reparatur hochbelasteter Bauteile. Die riag Oberflächentechnik AG berichtete über PFAS-freie Tenside, borsäurefreie Nickelsulfamat-Elektrolyte und Entwicklungen im Bereich der Dickschichtabscheidung. Die KAPP Niles GmbH brachte Erfahrungen zur Einbettung von Diamant- und CBN-Partikeln in dicke galvanische Schichten ein, während die Wiotec GmbH Potenziale der Galvanoformung für additiv gefertigte Bauteile und funktionelle Oberflächen aufzeigte.
Zukunftsthemen
Aus den Vorträgen kristallisierten sich mehrere Zukunftsthemen für den Fachausschuss heraus. Besonders die Kombination von 3D-Druck und Galvanoformung stieß auf großes Interesse. Weitere Schwerpunkte sind Netzmittel, die Messung innerer Spannungen sowie mögliche Anwendungen in der Mikroelektronik. Zudem wurde die Möglichkeit gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte innerhalb des Fachausschusses diskutiert.
Das nächste Treffen des FA Galvanoformung findet am 16. September 2026 als hybrides Meeting in Karlsruhe unmittelbar vor den ZVO-Oberflächentagen statt. Im Fokus stehen dann unter anderem die Ergebnisse der Netzmittelanalysen sowie Methoden zur Eigenspannungsmessung.