Unter der Moderation von Dr. Sven Hering, Metoba Metalloberflächenbearbeitung GmbH, standen fünf Fachvorträge auf dem Programm.
Den Auftakt machte Frank Benner von der B+T Oberflächentechnik GmbH. Er zeigte anhand praktischer Beispiele, wie Künstliche Intelligenz bereits heute Produktionsdaten bündelt, Prozesse optimiert und die Effizienz in seinem Unternehmen steigert – und wie aus Visionen konkrete Anwendungen werden.
Über Anforderungen und typische Fallstricke bei der Lagerung von Gefahrstoffen informierte Frank Schüle von der Qubus GmbH. Neben rechtlichen Vorgaben und Kennzeichnungen standen vor allem praxisnahe Lösungen im Mittelpunkt seines Vortrags.
Ein wichtiges Zukunftsthema griffen Dr. Daniel Meyer (DGO) und Frank Tischlinger (Technisches Berufskolleg Solingen) auf. Sie beleuchteten die Chancen und Herausforderungen der Aus- und Weiterbildung sowie Nachwuchsgewinnung in der Galvano- und Oberflächenbranche. Angesichts von rund 330 Ausbildungsberufen und etwa 10.000 Studiengängen in Deutschland sei es wichtiger denn je, den vergleichsweise wenig bekannten Beruf des Oberflächenbeschichters stärker sichtbar zu machen – etwa über soziale Medien.
Markus Giesen von der FGH Umwelt- und Wassertechnik GmbH erläuterte anschließend die praktische Umsetzung der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV). Anhand zahlreicher Praxisbeispiele zeigte er, worauf Unternehmen bei Planung, Bau und Betrieb entsprechender Anlagen achten müssen.
Den Schlusspunkt setzte Jörg Zimmermann von der GAZIMA GmbH mit seinem Vortrag zum Brandschutz in der Galvanotechnik. Als Betreiber einer Galvanik und gleichzeitig Feuerwehrmann konnte er aus beiden Perspektiven berichten. Anhand realer Schadensfälle verdeutlichte er Brandursachen und gab wertvolle Hinweise zur Prävention. Sein Rat: Unternehmen sollten frühzeitig den Kontakt zur örtlichen Feuerwehr suchen, um Abläufe und Anforderungen bereits vor einem möglichen Ernstfall gemeinsam abzustimmen.
Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit den Referenten und untereinander. Der Oberflächentag bestätigte damit erneut seine Bedeutung als wichtige Plattform für Wissenstransfer, Vernetzung und neue Impulse in der Branche in der Region.
Autor: Guido Bruch, BG Iserlohn /Hg