Der optimale Gestellbau in der Galvanotechnik ist eine wesentliche Voraussetzung, um gute Beschichtungsergebnisse zu erzielen.
Einleitend informierte Stopp über den Grundaufbau von Gestellen (Gestellkopf/Gestellrahmen) mit seinen jeweiligen Vor- und Nachteilen sowie über das Gestellmaterial und dessen Leitfähigkeit. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Leitfähigkeit weisen Kupfer, Messing, Stahl/Edelstahl und Titan große Unterschiede in der Strombelastbarkeit auf. Die Überschreitung der Belastbarkeit kann zu schweren Folgen (Bränden) führen. Anschließend machte er Ausführungen zu starren und beweglichen Gestellen. Letztere führen dazu, dass keine Kontaktpunkte und Lufteinschlüsse am beschichteten Teil erkennbar sind und weniger Verschleppung zu verzeichnen ist. Wesentlich komplizierter im Aufbau sind Rotationsgestelle mit und ohne Programmierung. Sie eignen sich für Teile mit Sacklochbohrungen und kritischen Außengeometrien. Programmierbare Gestelle können sowohl schwenken als auch rotieren.
Stopp berichtete, dass die GS Gestellbau GmbH für ihre speziellen Gestellbaulösungen bekannt ist. In seinen Ausführungen waren sehr viele praktische Beispiele von speziellen Kundenanforderungen enthalten. Er ist ein Mann der Praxis, weshalb er die Teilnehmer mit seinem umfangreichen Praxiswissen begeisterte. Nach dem Vortrag nahm er sich noch viel Zeit, um alle spezifischen Fragen der Galvanikvertreter zu beantworten. Es war eine wirklich sehr gelungene Veranstaltung, von der die Teilnehmer viel für ihre tägliche Arbeit mitnehmen können.
An dieser Stelle möchte sich die BG Sachsen noch einmal bei Michael Stopp für seinen spannenden Vortrag bedanken.