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BG Thüringen: Exkursion zur Müllverbrennungsanlage in Zella-Mehlis

Die unmittelbar an der Autobahn A71 gelegene Müllverbrennungsanlage des Zweckverbandes für Abfallwirtschaft Südwestthüringens (ZASt) war am 14. April 2026 das Ziel der Mitglieder der DGO Bezirksgruppe Thüringens. Die Anlage wurde 2007 in Betrieb genommen.

Mitglieder der BG Thüringen vor der Kulisse der eindrucksvollen Müllverbrennungsanlage

Mitglieder der BG Thüringen vor der Kulisse der eindrucksvollen Müllverbrennungsanlage

Der Betriebsleiter Ulf Haferkorn begrüßte alle Teilnehmer und stellte in einer interessanten Präsentation die Einrichtung, ihren Aufbau, ihre Aufgaben und Ergebnisse eindrucksvoll vor. 

Der nicht mehr verwertbare Müll (Restmüll) aus Haushalt und Gewerbe sowie Klärschlämme werden professionell verbrannt, wobei die dabei entstehende Energie in Strom und Wärme genutzt wird. Des Weiteren fällt durch die Verbrennung mit Eisen- und Nichteisenmetallen angereicherte Schlacke an. Sie kann nach entsprechender Nachbehandlung auf Deponien als Deckschicht und im Straßenbau als Unterbauschicht eingesetzt werden. Die im Verbrennungsprozess entstehenden Rauchgase werden in modernen Reinigungsprozessen gereinigt und über einen 90 m hohen Schornstein gefahrstofffrei in die Atmosphäre entlassen.

 

Im Vortrag wurden einige Zahlen, bezogen auf ein Jahr, genannt:

  • 160.000 t Müll, inklusive Klärschlamm werden verbrannt
  • 40.000 t Schlacke mit Eisen- und Nichteisenmetallen, 
  • 8.000 t Reststoffe aus der Abgasreinigung,
  • max. 13,7 MW Strom und 
  • max. 30 MW Wärme entstehen.

Nach der theoretischen Vorstellung der einzelnen Bereiche der Müllverbrennungsanlage und ihrer Aufgaben erfolgte die Besichtigung ausgewählter Bereiche unter Führung von Ulf Haferkorn. Ein Blick in die Entladehalle für die Müllfahrzeuge, auf die Beschickung des Kessels und in dessen Verbrennungsraum sowie in den Schlackebunker war sehr eindrucksvoll. 

Den Abschluss der Besichtigung bildeten der Besuch der Krankanzel im Abfallbunker und der Leitwarte der Verbrennungsanlage. Dort erfuhren die Besucher, dass ie Anlage im Vierschichtbetrieb teilautomatisch gefahren wird und dafür im Normalfall nur 5 Personen erforderlich sind, um die Prozesse zu überwachen und eventuell einzugreifen. Damit endete der Rundgang durch die Müllverbrennungsanlage.

Sowohl für den interessanten Vortrag als auch für die kompetente Führung durch den Betrieb bedankte sich DGO Bezirksgruppenleiter Mathias Fritz bei Ulf Haferkorn.

Autor: Dr. Peter Kutzschbach
Foto: Ulf Haferkorn ZASt