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AK Zink-Nickel diskutierte technische Fragestellungen rund um ZnNi-Oberflächen, Passivierungen, Topcoats sowie Nachhaltigkeitsthemen

Die 36. Sitzung des Arbeitskreises ZnNi fand am 26. Februar 2026 als Webmeeting statt. Im Mittelpunkt standen aktuelle technische Fragestellungen rund um ZnNi-Oberflächen, Passivierungen, Topcoats sowie Nachhaltigkeitsthemen.

Ein zentraler Schwerpunkt war die Untersuchung von Passivierungen und deren Einfluss auf die Haftung von KTL-Beschichtungen. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass gute Lackhaftung insbesondere mit einer nadeligen Phosphatkristallitstruktur einhergeht, während sehr leistungsfähige Passivierungen die Phosphatierung eher behindern können. Zur weiteren Bewertung von Phosphat-Alternativen wurde eine neue Versuchsreihe beschlossen, die gemeinsam von Kiesow und WHW organisiert werden soll. 

Darüber hinaus diskutierte der Arbeitskreis die Klassifizierung von Topcoats für ZnNi-Oberflächen. Neben technischen Kriterien wurden auch zukünftige Anforderungen hinsichtlich PFAS-Freiheit und Mikroplastik thematisiert. Langfristig wurde die Idee einer zentralen Online-Bibliothek für verfügbare Topcoats angesprochen. 

Zwei externe Anfragen eines Automobilzulieferers wurden behandelt: Zum einen ging es um weißkristalline Rückstände von Versiegelungen in Sacklochbohrungen, die zu einer Ausschussquote von etwa 2 % führen. Als mögliche Lösungen wurden eine Verdünnung der Versiegelung, der Einsatz von Zentrifugen mit Planetentechnik oder eine verstärkte Qualitätskontrolle vorgeschlagen. Zum anderen wurde über Rotrost auf Gewindegängen diskutiert. Hier wurden Ursachen wie mangelhafte Trocknung oder Verfärbungen durch die Versiegelung in Betracht gezogen, wobei eine Untersuchung im Querschliff als nächster Schritt empfohlen wurde.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Nachhaltigkeit und CO₂-Bilanzierung. Vorgestellt wurden Ergebnisse einer Vergleichsstudie zwischen ZnNi-Beschichtungen und Edelstahl, wonach ZnNi-Lösungen über die Lebensdauer deutliche Vorteile bei den CO₂-Emissionen bieten können. Der Arbeitskreis plant hierzu eine gemeinsame Veröffentlichung bzw. ein Positionspapier. 

Die nächste Sitzung des Arbeitskreises findet am 7. Juli 2026 bei MDE/Coventya in Gütersloh statt.